Pfund bleibt trotz Inflationsrisiken robust
Pfund nahe jüngster Hochs dank Erwartungen einer schrittweisen Lockerung durch die BoE Das britische Pfund Sterling (GBP) startet überwiegend stabil in die letzte Woche des Jahres 2025 und hält sich gegenüber dem US-Dollar (USD) im Bereich von 1,3500. Diese Stabilität spiegelt die Erwartung wider, dass die Bank of England (BoE) im Jahr 2026 einen schrittweisen und moderaten geldpolitischen Lockerungszyklus verfolgen wird.
Hohe Inflation begrenzt aggressive Zinssenkungen Trotz jüngster Abkühlungstendenzen liegt die Inflation im Vereinigten Königreich weiterhin deutlich über dem 2%-Ziel der BoE. Die jährliche Inflationsrate verlangsamte sich im November auf 3,2 % nach einem Höchststand von 3,8 % im Zeitraum Juli bis September. In ihrer jüngsten Stellungnahme bekräftigte die BoE, dass die geldpolitische Ausrichtung zwar nach unten gerichtet, jedoch schrittweise erfolgen werde.
Geringe Liquidität zum Jahresende; FOMC-Protokolle im Fokus Angesichts der geringen Liquidität vor dem Neujahrsfeiertag am 1. Januar dürften sich die Märkte in den kommenden Tagen in engen Spannen bewegen. Anleger warten nun auf die Veröffentlichung der Protokolle des Federal Open Market Committee (FOMC) am Dienstag, die neue Hinweise zur geldpolitischen Perspektive der USA liefern könnten.
Lockerungserwartungen belasten den US-Dollar Der US-Dollar-Index notiert nahe 98,00 und damit in der Nähe seines 12-Wochen-Tiefs bei 97,75. Investoren erwarten, dass die US-Notenbank im Jahr 2026 die Zinsen stärker senken wird als im Jahr 2025. Laut dem CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Zinssenkung um 50 Basispunkte im nächsten Jahr bei 73,3 %.
Dies steht im Gegensatz zum jüngsten Dot Plot der Fed, der den Leitzins zum Ende des Jahres 2026 bei 3,4 % sieht — was lediglich eine Zinssenkung vom aktuellen Bereich von 3,50 % bis 3,75 % impliziert.
US-Präsident befeuert dovishe Spekulationen In der vergangenen Woche erklärte der Präsident der Vereinigten Staaten, er wünsche sich, dass der nächste Vorsitzende der Federal Reserve die Zinsen senkt, selbst wenn sich die Märkte gut entwickeln. Diese Aussage hat Spekulationen über eine stärker dovishe Ausrichtung der künftigen Fed-Führung verstärkt und zusätzlichen Druck auf den USD ausgeübt.
Technische Analyse: GBP/USD oberhalb der 20-Tage-EMA unterstützt Im Tageschart notiert GBP/USD bei 1,3488 und damit oberhalb der 20-Tage-EMA bei 1,3398 — ein Zeichen für bullisches Momentum. Die steiler werdende EMA signalisiert anhaltenden Kaufdruck. Der 14-Tage-RSI liegt bei 66 und deutet auf positive Marktbedingungen ohne Überkauft-Signale hin. Das 61,8%-Fibonacci-Retracement der Bewegung von 1,3794 bis 1,3011 bei 1,3495 fungiert als Widerstand. Ein Ausbruch darüber könnte den Weg in Richtung des 78,6%-Retracements bei 1,3626 ebnen.
Zusammenfassung: Pfund stabil bei vorsichtiger BoE und schwächerem USD Das Pfund bleibt gegenüber dem US-Dollar stabil, während die Märkte auf wichtige geldpolitische Signale warten. Die vorsichtige Haltung der BoE angesichts der hohen Inflation stützt weiterhin das GBP. Gleichzeitig steht der USD unter Druck durch Erwartungen schnellerer Zinssenkungen und politische Signale für eine dovishe Fed-Führung. Insgesamt dürfte GBP/USD kurzfristig ausgewogen bleiben, jedoch sensibel auf neue Daten reagieren.