GBP/USD rutscht nach schwächerem britischen PMI ab
GBP/USD fällt nach finalen britischen Einkaufsmanagerdaten unter 1,3450
Das Währungspaar GBP/USD gab am Freitag während des frühen Londoner Handels nach und fiel nach einer intraday-Abweisung bei 1,3475 in Richtung der Sitzungstiefs nahe 1,3450 (zum Zeitpunkt der Erstellung). Nach der Abwärtsrevision des finalen S&P-Global-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Vereinigten Königreich im Dezember drehte das Paar im Tageschart ins Negative. Dennoch bewegt es sich weiterhin innerhalb der Wochenspanne und oberhalb der Unterstützungszone bei 1,3400.
Der am Freitag veröffentlichte finale britische Industrie-PMI zeigte, dass sich der Sektor langsamer ausweitete als zunächst geschätzt. Der Wert wurde von der vorläufigen Schätzung von 51,2 auf 50,6 nach unten revidiert. Damit liegt er jedoch weiterhin über der Schwelle von 50,0, die Expansion von Kontraktion trennt, sowie über dem Novemberwert von 50,2.
Die schwächere Revision belastete das Pfund und führte zu leichtem Verkaufsdruck, da die Märkte die Stärke der Erholung im britischen Verarbeitungssektor neu bewerteten.
Der kurzfristige Trend bei GBP/USD ist seit den Hochs Ende Dezember oberhalb von 1,3530 zwar abwärtsgerichtet, dennoch hält das Paar den Großteil der Gewinne aus der Rallye im November und Dezember. GBP/USD beendete das Jahr 2025 mit einem Plus von über 7%, gestützt durch Sorgen über die unberechenbare Handelspolitik des US-Präsidenten, Anzeichen einer konjunkturellen Abkühlung in den USA sowie politischen Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen zu senken.
Diese Faktoren belasteten den US-Dollar im vergangenen Jahr insgesamt und begrenzten seine Fähigkeit zu einer nachhaltigen Erholung.
Mit Blick nach vorn bleibt die Divergenz der Geldpolitik zwischen der Bank of England (BoE) und der US-Notenbank (Fed) ein zentraler Treiber für GBP/USD.
Die BoE senkte die Zinsen im Dezember mit einer äußerst knappen Entscheidung. Anhaltend hohe Inflation und starker Widerstand innerhalb des geldpolitischen Ausschusses machen weitere Lockerungen kurzfristig jedoch unwahrscheinlich.
Die Federal Reserve hingegen dürfte die Zinsen im Jahr 2026 mindestens einmal weiter senken — möglicherweise auch häufiger, falls der US-Präsident einen neuen, stärker „taubenhaften“ Fed-Vorsitzenden ernennt, wie wiederholt angedeutet wurde.
Sofern sich das übergeordnete Umfeld nicht deutlich verändert, dürften diese Faktoren die Erholungsversuche des US-Dollars weiterhin begrenzen.