XAU/USD festigt sich oberhalb der wichtigen Marke von 4.400 US-Dollar
Sicherer-Hafen-Nachfrage und geopolitische Spannungen stützen Gold Gold (XAU/USD) behauptet sich während der asiatischen Sitzung am Montag mit starken intraday-Gewinnen oberhalb der Marke von 4.400 US-Dollar und scheint für weitere Kursanstiege gut positioniert zu sein. Zunehmende geopolitische Spannungen in Lateinamerika und im Nahen Osten sowie Erwartungen von Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) haben die Nachfrage nach dem renditelosen, traditionellen sicheren Hafen erhöht.
Zinssenkungserwartungen unterstützen das gelbe Metall Neben der politischen Unsicherheit stützen anhaltende Erwartungen auf Zinssenkungen der Federal Reserve weiterhin die Goldpreise. Anleger rechnen damit, dass die US-Notenbank bereits im März die Zinsen senken und später im Jahr möglicherweise eine weitere Senkung vornehmen könnte — insbesondere nach der Ernennung eines neuen, als „dovish“ geltenden Fed-Vorsitzenden mit Unterstützung des US-Präsidenten.
Diese Erwartungen haben frühere „hawkische“ Signale in den Hintergrund gedrängt und Kapitalströme in Richtung Gold umgelenkt.
US-Makrodaten bestimmen den nächsten Schritt des Goldpreises Händler warten in dieser Woche auf wichtige Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten, darunter der Arbeitsmarktbericht außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls, NFP) am Freitag sowie anstehende Inflationsdaten. Diese Indikatoren spielen eine entscheidende Rolle für den geldpolitischen Kurs der Fed und beeinflussen die kurzfristige Dynamik des US-Dollars — was sich wiederum auf die Richtung der Goldpreise auswirken wird.
Technischer Ausblick: Halt oberhalb der 100-Stunden-SMA Im Stundenchart ist der 100-Perioden-Simple-Moving-Average (SMA) abwärtsgerichtet und signalisiert weiterhin ein vorsichtiges Gesamtbild. Dennoch notiert das Paar XAU/USD oberhalb dieser Durchschnittslinie, was auf eine intraday-Erholung hindeutet. Das Niveau bei 4.437,80 US-Dollar fungiert als erste Unterstützung. Das MACD-Histogramm ist in den positiven Bereich gedreht und weitet sich aus, was auf zunehmendes bullisches Momentum hinweist. Der RSI liegt bei 63,42 und zeigt Stärke, ohne jedoch bereits überkauft zu sein.
Solange Gold oberhalb der fallenden 100-SMA bleibt, ist der Erholungspfad intakt. Ein Schlusskurs unterhalb dieses Niveaus könnte eine stärkere Korrektur auslösen, doch die aktuellen MACD- und RSI-Signale sprechen weiterhin für anhaltenden Kaufdruck.