ADP-Bericht signalisiert eine moderate Erholung der Beschäftigung in den USA
ADP-Beschäftigungsbericht dürfte einen moderaten Anstieg der Neueinstellungen im privaten Sektor der USA zeigen Das Automatic Data Processing (ADP) Research Institute wird am Mittwoch seinen Bericht zur Veränderung der Beschäftigung im Dezember veröffentlichen. Die Prognosen deuten auf eine moderate Verbesserung der Arbeitsplatzschaffung im privaten Sektor der Vereinigten Staaten hin. Es wird erwartet, dass die US-Wirtschaft im Dezember 45.000 neue Arbeitsplätze geschaffen hat und damit den im November verzeichneten Rückgang von 32.000 Stellen teilweise ausgleicht.
Obwohl die historische Korrelation zwischen den ADP-Daten und dem offiziellen Bericht zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft (Nonfarm Payrolls, NFP) schwach ist, führen unerwartete Abweichungen im ADP-Wert häufig zu deutlicher Volatilität bei US-Dollar-Währungspaaren. Daher verfolgen Investoren diese Veröffentlichung aufmerksam als Vorläufer des einflussreicheren NFP-Berichts, der in der Regel zwei Tage später vom US-Arbeitsministerium veröffentlicht wird.
Sorgen um den US-Arbeitsmarkt und der Ausblick der Federal Reserve Die Veröffentlichung des ADP-Berichts für Dezember erfolgt zu einer Zeit, in der die Sorgen über eine nachlassende Dynamik am US-Arbeitsmarkt zunehmen. Gleichzeitig sind die Entscheidungsträger der Federal Reserve uneinig über das angemessene Ausmaß des geldpolitischen Lockerungszyklus.
Die Federal Reserve senkte im Dezember ihren Leitzins um 25 Basispunkte, doch die Sitzungsprotokolle zeigten ein deutlich gespaltenes Komitee. Die Kombination aus sich abschwächenden Arbeitsmarktindikatoren und anhaltendem Inflationsdruck erschwert weiterhin den geldpolitischen Kurs der Fed.
Während der Dot-Plot der Fed für 2026 nur eine Zinssenkung vorsieht, preisen die Terminmärkte — laut dem FedWatch-Tool der CME Group — in den kommenden 12 Monaten mindestens zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte ein. Die Arbeitsmarktdaten dieser Woche, einschließlich des ADP-Berichts, könnten eine entscheidende Rolle bei der Formung der Erwartungen spielen.
Zu Beginn dieser Woche betonte der Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Neel Kashkari, das geldpolitische Dilemma und erklärte, die Geldpolitik befinde sich „nahe am neutralen Niveau“. Zugleich warnte er, dass ein Anstieg der Arbeitslosigkeit die Federal Reserve zu einer aggressiveren Lockerung zwingen könnte, als derzeit erwartet.
Auswirkungen auf den US-Dollar Da sich die meisten großen Zentralbanken dem Ende ihrer Lockerungszyklen nähern, könnte ein schwacher ADP-Bericht die geldpolitische Divergenz zur Federal Reserve vergrößern und die fragile Erholung des US-Dollars unter Druck setzen. Umgekehrt würde ein starker Beschäftigungsbericht die Sorgen über eine Verschlechterung des Arbeitsmarktes mindern und den Fokus der Fed wieder stärker auf die Inflationsbekämpfung lenken — ein Szenario, das den US-Dollar voraussichtlich unterstützen würde.
Veröffentlichungszeitpunkt und mögliche Marktauswirkungen Der ADP-Bericht zur Veränderung der Beschäftigung in den USA wird am Mittwoch um 13:15 Uhr GMT veröffentlicht. Die Markterwartungen liegen bei einem Zuwachs von 45.000 Stellen.
Der US-Dollar-Index (DXY) ist mit einer relativ festen Tendenz in das Jahr 2026 gestartet, liegt jedoch nach einem Rückgang von 2,5 % im Dezember weiterhin nahe den Tiefständen der letzten drei Wochen.
Technischer Ausblick: DXY trotz Stabilisierungsversuchen weiterhin anfällig Aus technischer Sicht bleibt das Niveau von 98,75 — entsprechend dem Tief vom 19. Dezember — eine entscheidende Widerstandszone zur Bestätigung einer Trendwende.
Ein nachhaltiger Ausbruch über 98,75 würde den Weg in Richtung 99,30 und 99,80 freimachen, den Hochs von Anfang Dezember beziehungsweise Ende November.
Kann die jüngste Unterstützung nicht gehalten werden, könnte der Index unter 97,75 fallen, das Dezember-Tief.
In diesem Fall würde das Tief vom 1. Oktober bei 97,46 als nächstes Abwärtsziel dienen.
Trotz Anzeichen einer Stabilisierung bleibt das Aufwärtsmomentum fragil, und die anstehenden makroökonomischen Daten aus den USA dürften die nächste Richtungsbewegung bestimmen.