Inflation in der Eurozone sinkt im Dezember leicht
Inflation in der Eurozone steigt im Dezember moderat und entspricht den Erwartungen Der vorläufige harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone stieg im Dezember auf Jahresbasis um 2,0 % und entsprach damit den Markterwartungen, lag jedoch leicht unter dem Novemberwert von 2,1 %. Auf Monatsbasis erholte sich die Inflation um 0,2 % nach einem Rückgang von 0,3 % im Vormonat und signalisiert damit eine milde Rückkehr des Preisdrucks im Euroraum.
Kerninflation verlangsamt sich leicht Der Kern-HVPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel, Energie, Alkohol und Tabak ausschließt, stieg im Jahresvergleich um 2,3 %, nach 2,4 % im November, und blieb damit leicht unter den Erwartungen. Monatlich legte die Kerninflation um 0,3 % zu, was auf stabile, aber allmählich nachlassende zugrunde liegende Preisdynamiken hindeutet.
Diese Daten zeigen, dass sich die Inflation dem Ziel der Europäischen Zentralbank nähert, die Entscheidungsträger jedoch weiterhin stärkere Belege für eine nachhaltige Rückkehr zur 2-%-Marke benötigen könnten.
Marktreaktion: EUR/USD mit leichtem Aufwärtspotenzial Nach der Veröffentlichung zog EUR/USD frische Käufe an und stieg in Richtung 1,1690, da Händler die Daten als Zeichen anhaltenden, aber nachlassenden Preisdrucks in der Eurozone interpretierten. Die Reaktion spiegelt Erwartungen wider, dass die EZB bei Zinssenkungen vorsichtiger vorgehen könnte.
Entwicklung des Euro gegenüber wichtigen Währungen Der Euro zeigte gegenüber den wichtigsten Währungen eine gemischte, insgesamt jedoch solide Entwicklung, wobei die stärksten Gewinne gegenüber dem kanadischen Dollar erzielt wurden. Marktbewegungen deuten darauf hin, dass Anleger den kurzfristigen Ausblick für den Euro vor weiteren Wirtschaftsdaten neu bewerten.
Ausblick: Erwartungen an den vollständigen HICP-Bericht Eurostat wird den vollständigen vorläufigen HICP-Bericht um 10:00 Uhr GMT veröffentlichen. Die Konsensschätzungen erwarten:
Rückgang des Gesamt-HVPI von 2,1 % auf 2,0 %
Kerninflation nahe 2,4 %
Erholung der monatlichen Inflation und Kerninflation nach den starken Rückgängen im November
Diese Daten sind entscheidend für die Erwartungen hinsichtlich des geldpolitischen Kurses der EZB.
Mögliche Auswirkungen der HICP-Daten auf EUR/USD Ein stärker als erwarteter Inflationswert könnte den Euro stützen, da er die Wahrscheinlichkeit früher Zinssenkungen durch die EZB verringern würde. Dennoch bestehen weiterhin Gegenwinde:
Die Einzelhandelsumsätze in Deutschland stiegen zwar um 1,1 % im Jahresvergleich, fielen jedoch monatlich um 0,6 %
Der US-Dollar erholt sich weiter im Vorfeld wichtiger Veröffentlichungen wie ADP und ISM-Dienstleistungs-PMI
Die Marktstimmung bleibt sensibel gegenüber US-Daten, die die Erwartungen an den geldpolitischen Kurs der Fed beeinflussen könnten
Technischer Ausblick: Abwärtsdruck auf EUR/USD hält an EUR/USD notiert nahe 1,1680 und weitet die jüngsten Verluste aus. Technische Indikatoren deuten auf eine anhaltend bärische Tendenz hin:
Der 14-Tage-RSI liegt bei 43,22 und signalisiert nachlassendes Momentum
Der Kurs bleibt unter dem 50-Tage-EMA bei 1,1682
Ein Tagesschluss unter diesem Niveau könnte den Weg zum Monatstief bei 1,1589 ebnen
Auf der Oberseite würde eine Erholung über den 50-Tage-EMA die Ziele 1,1720 (9-Tage-EMA) und 1,1808 — das Drei-Monats-Hoch vom 24. Dezember — ins Visier nehmen.
Solange das Paar unter dem 50-Tage-EMA bleibt, überwiegen die Abwärtsrisiken im mittelfristigen Ausblick.