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Gold bleibt unter Druck

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Gold bleibt unter Druck

Gold schwächt sich trotz zurückhaltender Fed‑Prognose

Gold bleibt unter Druck, da die zurückhaltende Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) den US-Dollar nicht stärken konnte.
Gold (XAU/USD) erholte sich im europäischen Handel am Donnerstag leicht, nachdem es ein Drei‑Tages‑Tief erreicht hatte, bleibt jedoch auf dem Weg zu einem zweiten täglichen Rückgang in Folge. Trotz wachsender Markterwartungen, dass die Fed in diesem Jahr zwei weitere Zinssenkungen vornehmen wird, konnte der US-Dollar den zweitägigen Aufschwung nicht nutzen. Gleichzeitig bieten steigende geopolitische Risiken und eine leichte Verschlechterung der globalen Risikostimmung weiterhin Unterstützung für das Edelmetall.

Dennoch ziehen es Goldkäufer vor, abzuwarten, bis klarere Signale zur Geldpolitik der Fed vorliegen. Daher richtet sich die Marktaufmerksamkeit auf den US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls, NFP) am Freitag, der die kurzfristige Richtung sowohl des US-Dollars als auch von Gold bestimmen könnte. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe könnten während der nordamerikanischen Sitzung ebenfalls kurzfristige Volatilität auslösen.

Geopolitische Spannungen lassen nach, aber Goldverkäufer bleiben vorsichtig
Die anfängliche Marktreaktion auf die Festnahme des Präsidenten von Venezuela durch US-Truppen am Wochenende ist abgeflaut, was zu einem zweiten Tag Verkaufsdruck auf Gold beiträgt. Einige Faktoren verhindern jedoch, dass Verkäufer aggressive Positionen eingehen:

  • Drohungen des US-Präsidenten bezüglich möglicher militärischer Maßnahmen gegen Kolumbien und Mexiko

  • Aussagen des Außenministers, die Washingtons Absicht bestätigen, seine strategischen Interessen in Grönland aufrechtzuerhalten

  • Mangelnder Fortschritt in den Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine

  • Anhaltende Spannungen im Iran und in Gaza

Diese Entwicklungen halten das geopolitische Risiko hoch, was Gold als sicheren Hafen unterstützt. Darüber hinaus helfen die Erwartungen an eine Zinssenkung im März, gefolgt von einer weiteren im Laufe des Jahres, tiefere Rückgänge zu begrenzen.

Wirtschaftsdaten: Dienstleistungssektor stärkt sich, Arbeitsmarkt schwächt sich
Der aktuelle ISM‑Bericht zeigte, dass der US-Dienstleistungssektor im Dezember unerwartet stärker wurde, der Services‑PMI stieg von 52,6 auf 54,4. Dieser positive Überraschungseffekt wurde jedoch durch zwei schwächere Arbeitsmarktdaten ausgeglichen:

  • ADP‑Bericht: 41.000 neue Arbeitsplätze, zuvor wurde ein Rückgang von 29.000 erwartet

  • JOLTS‑Bericht: offene Stellen sanken auf 7,146 Millionen

Dieses gemischte Datenpaket hat Händler dazu veranlasst, vor der Veröffentlichung der NFP am Freitag keine großen Positionen einzunehmen.

Markt voll auf NFP fokussiert; Gold im Abwartemodus
Händler erkennen, dass der NFP-Bericht Folgendes beeinflussen könnte:

  • Erwartungen an den Zinspfad der Fed verändern

  • Die Nachfrage nach US-Dollar beeinflussen

  • Letztlich die kurzfristige Richtung von Gold bestimmen

Derzeit bleibt der Markt vorsichtig und abwartend. Die wöchentlichen Arbeitslosenanträge könnten kurzfristige Volatilität auslösen, der breitere Trend hängt jedoch vom NFP ab.

Technische Perspektive: Gold droht bei Bruch der Unterstützung auf $4.400 zu fallen
Aus technischer Sicht gilt die Zone bei $4.425, die Folgendes umfasst:

  • 100-Stunden‑Gleitender Durchschnitt (SMA100)

  • 38,2% Fibonacci‑Retracement

— als wichtiger Unterstützungsbereich für Gold. Ein entscheidender Durchbruch unter dieses Niveau könnte technischen Verkaufsdruck auslösen und den Preis auf $4.400 treiben.

Indikatorsignale:

  • MACD unter der Signallinie und unter null → bärischer Impuls verstärkt sich

  • RSI nahe 40 und fallend → begrenztes Aufwärtspotenzial

Widerstand:

  • Erster Widerstand bei 23,6% Fibonacci nahe $4.450

  • Eine anhaltende Bewegung über das 38,2%-Niveau könnte den Markt stabilisieren

  • Gelingt die Rückeroberung dieser Zone nicht, vertieft sich die Korrektur

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