Starker Dollar, schwache Nachfrage
Der Goldpreis hat diese Woche deutlich nachgegeben und ist unter die psychologisch wichtige Marke von 5.000$ gefallen. Hauptgründe dafür waren die schwächere Nachfrage während der chinesischen Neujahrsfeiertage sowie ein stärkerer US-Dollar. Auch andere Edelmetalle wie Silber verzeichneten starke Verluste, was auf eine allgemein negative Stimmung im Rohstoffmarkt hindeutet.
Aus fundamentaler Sicht steht Gold derzeit unter Druck durch mehrere entscheidende Faktoren:
Stärke des US-Dollars (USD): Ein stärkerer Dollar macht Gold für Käufer in anderen Währungen teurer und senkt somit die globale Nachfrage.
Rückgang der Safe-Haven-Nachfrage: Geopolitische Gespräche und mögliche Verhandlungen (z.B. USA–Iran und Russland–Ukraine) haben die Nachfrage nach sicheren Häfen kurzfristig reduziert.
Geringe Liquidität wegen asiatischer Feiertage: Durch den chinesischen Neujahrszeitraum sinkt das Handelsvolumen, was stärkere Schwankungen und höhere Volatilität auslöst.
Trotz des aktuellen Rückgangs bleiben einige Analysten langfristig bullish, vor allem aufgrund von Inflationserwartungen, Zentralbankkäufen und globalen Unsicherheiten.
Technisch betrachtet befindet sich XAU/USD kurzfristig in einer klaren Abwärtsstruktur. Solange der Kurs unter dem wichtigen Widerstandsniveau um 5.000$ bleibt, dürfte der Verkaufsdruck anhalten.
Wichtige Unterstützungszone: ca. 4.400 – 4.500
Hauptwiderstand: nahe 5.000
Aktueller Trend: kurzfristig bearish mit hoher Volatilität
Die Kursbewegung deutet darauf hin, dass Trader aktuell prüfen, ob es sich nur um eine normale Korrektur handelt oder ob eine stärkere Abwärtsphase bevorsteht.
Für den restlichen Februar wird weiterhin mit hoher Volatilität gerechnet. Der Goldpreis könnte in einer breiten Range schwanken, abhängig von US-Makrodaten, Inflationserwartungen und Signalen der US-Notenbank.
Ein realistischer kurzfristiger Handelsbereich liegt ungefähr zwischen 4.900 und 5.700, wobei die Dollarentwicklung und geopolitische Nachrichten die Haupttreiber bleiben.