Der US-Dollar schwächte sich deutlich ab, nachdem entsprechende Nachrichten bekannt wurden
Schwäche des US-Dollars nach Ermittlungen gegen Powell
Der US-Dollar verlor stark an Wert, nachdem bekannt wurde, dass US-Staatsanwälte eine strafrechtliche Untersuchung gegen den Vorsitzenden der Federal Reserve, Jerome Powell, eingeleitet haben. Dies wirft ernsthafte Fragen zur Unabhängigkeit der Zentralbank auf.
Diese Entwicklung löste den größten Rückgang des US-Dollars seit drei Wochen aus, während die Goldpreise auf Rekordhöhen stiegen, da Händler verstärkt sichere Häfen suchten.
Die Märkte beobachten nun genau, wie sich diese politische und rechtliche Spannung auf die zukünftige Geldpolitik der Fed sowie auf die Zinserwartungen auswirken könnte.
Verbesserte Stimmung in der Eurozone Laut dem Sentix-Index hat sich das Investorenvertrauen im Euroraum im Januar stärker als erwartet verbessert. Dies stellt ein bullishes Signal für die fundamentalen Faktoren des Euro dar, auch wenn die wirtschaftlichen Bedingungen weiterhin rezessiv bleiben.
Eine anhaltende Stimmungsaufhellung könnte die EUR-Währungspaare beeinflussen, sofern sie durch kommende Wirtschaftsdaten bestätigt wird.
Was steht heute für Forex-Trader an
Nach den wichtigsten Wirtschaftskalendern könnten die folgenden Daten und Ereignisse am 12. Januar 2026 die Marktvolatilität beeinflussen:
Europa / Euro (EUR)
Leistungs- und Finanzkontosalden Deutschlands und der Eurozone (späte Nacht GMT) — mit Einfluss auf EUR-Finanzierungsströme.
Weitere Daten aus der Eurozone zu Bilanzen, Handel und Produktion könnten sich auf die Devisenmärkte auswirken.
Japan / Yen (JPY)
Zahlungsbilanz- und Leistungsbilanzdaten — können insbesondere während der asiatischen Handelssitzung Bewegungen im JPY auslösen.
Vereinigte Staaten / USD
US-Staatsanleiheauktionen sowie Reden von Fed-Vertretern (Barkin, Williams) später in der US-Session — können die USD-Stimmung und renditeabhängige Währungspaare beeinflussen.
Zudem sind heute Auktionen von Treasury Bills und Notes angesetzt (diese können die Renditeerwartungen leicht verschieben und USD-Paare beeinflussen).
Sonstiges
Über den Tag verteilt Veröffentlichungen mit mittlerer bis geringer Marktrelevanz für AUD, CHF und NZD.
Hinweis: Heute stehen keine hochrelevanten US-Daten wie der Verbraucherpreisindex (CPI) oder die Non-Farm Payrolls (NFP) an. Diese werden morgen und später in dieser Woche veröffentlicht und sind bereits teilweise in den Marktpreisen berücksichtigt.
Die allgemeine Risikostimmung bleibt aufgrund geopolitischer Unsicherheiten (einschließlich Spannungen im Nahen Osten und politischen Drucks auf die Geldpolitik) vorsichtig.
Trader verlagern ihre Positionen zunehmend in sichere Häfen (Gold, JPY) und warten auf Bestätigungen durch Wirtschaftsdaten, bevor sie sich in den wichtigsten FX-Paaren klar positionieren.
Vor dem heutigen Hintergrund:
USD/JPY — empfindlich gegenüber Safe-Haven-Strömen und Daten im Zusammenhang mit der Bank of Japan.
EUR/USD — könnte durch die verbesserte Stimmung in Europa und die allgemeine USD-Schwäche Unterstützung erhalten.
Gold- und USD-bezogene Paare — Stärke bei Gold korreliert häufig mit einem schwächeren US-Dollar und kann AUD-, NZD- und andere rohstoffgebundene Währungen beeinflussen.
Risikoorientierte Paare (AUD/USD, GBP/USD) — könnten auf breitere Aktienmarktbewegungen und Zinserwartungen reagieren.
Kurzfristiger Fokus
Aufgrund der Schlagzeilen zur Powell-Untersuchung ist mit erhöhter Volatilität bei USD und am Goldmarkt zu rechnen.
Die Positionierung im Vorfeld der morgigen CPI-Veröffentlichung gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Mittelfristige Perspektive
Später in dieser Woche anstehende Makrodaten (US-CPI, PPI, Einzelhandelsumsätze) könnten bestätigen, ob sich der aktuelle Abwärtstrend des US-Dollars fortsetzt.