Die Devisenmärkte in Europa
Die Devisenmärkte in Europa und den Vereinigten Staaten verzeichnen bedeutende Bewegungen, die durch aktuelle Wirtschaftsdaten und geopolitische Entwicklungen beeinflusst werden.
Das Währungspaar EUR/USD steht weiterhin unter Druck, mit wichtigen Unterstützungszonen bei 1,0176 (Jahrestief vom 13. Januar) und der Paritätsmarke von 1,0000. Widerstand liegt bei 1,0436 (Jahreshoch vom 6. Januar 2025) sowie bei 1,0506 (55-Tage-SMA). Der übergeordnete Abwärtstrend bleibt bestehen, solange sich das Paar unter dem 200-Tage-SMA von 1,0779 befindet.
Jüngste US-Wirtschaftsdaten, darunter ein 0,4%iger Anstieg der Einzelhandelsumsätze und eine Zunahme der Arbeitslosenanträge, haben zur Bewegung des Dollars beigetragen. Zudem stieg der Philadelphia Fed Business Index unerwartet stark, während der US-Dollar-Index insgesamt auf 108,97 sank.
Die Markterwartungen deuten darauf hin, dass die Federal Reserve in diesem Jahr Zinssenkungen vornehmen könnte, insbesondere aufgrund weicherer Verbraucherpreisdaten und der bevorstehenden wirtschaftspolitischen Maßnahmen von Präsident Donald Trump nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus.
Das britische Pfund bleibt unter Druck, nachdem ein unerwartet schwacher Einzelhandelsbericht veröffentlicht wurde. Die Einzelhandelsumsätze sanken im Dezember 2024 um 0,3 %, was auf eine verlangsamte wirtschaftliche Aktivität hindeutet. Dies folgt auf einen enttäuschenden BIP-Bericht für November, der unter den Markterwartungen lag.
Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass das GBP/USD-Paar auf 1,2300 gefallen ist. Zudem erlitt das Pfund einen starken Rückgang gegenüber dem Yen, was auf eine monetäre Divergenz zurückzuführen ist, nachdem es letzte Woche zu einem Ausverkauf bei Gilts und dem Pfund gekommen war.
Der US-Dollar schwächte sich gegenüber dem Yen ab und erreichte ein fast einmonatiges Tief bei 155,2 JPY. Dieser Rückgang ist auf schwächer als erwartete US-Wirtschaftsdaten sowie auf zunehmendes Vertrauen in eine mögliche Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BoJ) zurückzuführen.
Äußerungen von BoJ-Vertretern deuten auf eine 79%ige Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte hin. Zudem blieb die jährliche Großhandelsinflation in Japan im Dezember stabil bei 3,8 %.
Diese Entwicklungen unterstreichen die dynamische Natur der Devisenmärkte in Europa und den USA, die von wirtschaftlichen Indikatoren, Zentralbankpolitiken und geopolitischen Ereignissen beeinflusst werden.